Sonntag, 23. August 2009

Berlin, Berlin, willkommen in Berlin

Von Andreas May | Abgelegt unter: Aktuelle News, Berichterstattung

Das Ziel ist erreicht: Berlin, Berlin, willkommen in Berlin.Das Ziel ist erreicht: Berlin, Berlin, willkommen in Berlin. Von Hamburg in die Hauptstadt in drei Tagen, von der Elbe an die Spree über wunderschöne Umwege, die so schön waren, dass 650 Kilometer eigentlich viel zu kurz sind. Denn es gab soviel zu sehen und zu erleben. Nette Menschen etwa. Zum Beispiel in Krakow am See. Hier gab’s Kaffee und Kuchen direkt ins Cockpit. Oder zwischen Annenwalde und Beutel: Der örtliche Metzgermeister verteilte Würste, die kaum durchs Autofenster passten. Und überall brandete Applaus für die 187 Oldtimer auf, waren sie auch noch so klein und bescheiden.

Kurt Lotz bei der Zieleinfahrt min seinem Opel Kadett von 1963Der von TV-Moderator Kurt Lotz etwa. Opel Kadett A Limousine von 1963 mit hammerharten 40 PS. Das weckte Erinnerungen ans erste Auto: „1978 fing ich mit einem sechs Jahre alten Kadett B Coupé an. Kostete 1750 Mark“, erklärt Lotz, „selbst bezahlt mit dem Geld meines Vaters.“

Der Journalist ist Autofan, moderierte das SAT.1-Automagazin, fuhr die Mille Miglia mit und die Rallye Berlin-Moskau-Berlin. Aber die Hamburg-Berlin-Klassik hatte selbst für den Autocrack eine unerwartete Erfahrung parat: Bei einer der Wertungsprüfungen hatte Lotz einen Blackout, schaltete anstatt in den Vorwärts- in den Rückwärtsgang. Spaß gemacht hat’s dem TV-Profi trotzdem: „Dabei sein ist alles.“

Kommissar Ehrlicher aus dem Tatort, meisterte im Skoda Felicia Super von 1961 die RouteDas sieht Peter Sodann ähnlich. Drei Tage lang „ermittelte“ Kommissar Ehrlicher aus dem „Tatort“ zwischen Hamburg und Berlin, meisterte im Skoda Felicia Super von 1961 die Route. Sodann erhielt im Mai als Kandidat der Linken bei der Wahl des Bundespräsidenten 91 Stimmen. In Sachen Auto ist er bescheiden: „Trabant, dann Wartburg, dann Wartburg mit VW-Motor, Mitsubishi, Passat Variant, Mercedes C-Klasse – das waren meine Autos.“ Zurzeit fährt der Ex-Kommissar den neuen Skoda Superb. Der betagte Tschechel machte ihm aber auch Spaß. Überhaupt, all die Oldtimer findet er klasse: „Die haben noch Charakter, sind unverwechselbar und nicht so weich gespült wie heutige Modelle.“ Welchen der Oldies er sich selbst in die Garage stellen würde? „Keinen. Aber so eine Rallye ist wie ein Ausflug in den Schrebergarten der Autogeschichte. Ich gehe da gerne durch und schaue.“

Das Highlight der Rallye kam zum Schluss. Berlin, Samstag, 22 Uhr. Auf der Bühne stehen Gotthard Schleicher und Maria Schmitt aus Ebem im Fränkischen. Sie strahlen und freuen sich wie kleine Kinder. Völlig zu Recht: Die beiden haben mit ihrem Lancia Beta Montecarlo von 1981 die 2. Ausgabe der Hamburg-Berlin Klassik gewonnen. Und dann beginnt der nette Herr Schleicher zu erzählen: „Meine Frau hat mir die Rallye zum Geburtstag geschenkt. Der ist heute. Ich habe mich so über das Geschenk gefreut, dass ich ihr versprochen habe: Dafür schenke ich dir den Gesamtsieg.“ Versprechen eingelöst, Herr Schleicher. Happy Birthday und Glückwunsch. Und viel Glück bei der Titelverteidigung 2010!

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Die 3. Hamburg-Berlin Klassik-Rallye findet vom 29.-31.07.2010 statt. Die Plätze sind begrenzt. Nutzen Sie das:
 
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